Fütterung - die Prozesse unserer Heuproduktion

 

Heu ist das am meisten verbreitete Raufutter für das Pferd. Es sollte einen möglichst hohen Anteil an Rohfasern, aber nur wenig lösliche Kohlehydrate enthalten. Der wichtigste Faktor für eine gesunde Pferdefütterung ist die hygienisch einwandfreie Qualität. Verunreinigungen, Staub und zu hohe Feuchtigkeit können zu Fehlgärungen führen. Koliken sind das häufigste Ergebnis einer Fütterung mit schlechter Qualität.

 

Unser grosses Ziel ist es, das Raufutter für unsere Pferde selber herzustellen. Seit 2017 gehen wir vor dem Abschneiden unseres Heugrases die Wiesen mit unseren Einstellern durch und suchen sie nach Giftpflanzen und Gegenständen ab, die wir nicht im Heu haben wollen. Zudem haben wir unsere Heuwiesen um 12 Hektaren erweitert und die Flächen mit einer durchdachten, neuen  Saatmischung angesät. Die ersten Ernten überzeugen und sind von bester Qualität.

 

Im Mai 2016 haben wir ein neues Mähwerk gekauft. Es ist mit einer Hydro-Lift-Funktion ausgestattet, die den Druck auf den Mähbalken reduziert und die Bodenunebenheiten abtastet und ausgleicht. Damit wird das Aufkratzen von Erde und damit Implementieren von Erdstaub ins Heu weitgehend verhindert.

 

Nach dem Schneiden des Grases kommt das Lüften. Das richtige Trocknen ist der wichtigste Vorgang bei der Konservierung unseres Futters. Im Mai 2017 haben wir einen neuen Heuzetter gekauft. Das gleichmässige, schonende Wenden des Heus ist ein matchentscheidender Vorgang während des Heuens. Unser neuer Zetter hat ein Tastrad, das die Bodenstruktur vor dem Kreiseln abfährt und damit die Höhe der dahinterliegenden Kreisel automatisch einstellt.

Nach dem Trocknen wird das Heu mit dem Heuschwader zusammengenommen und für den nachfolgenden Pressvorgang vorbereitet. Auch hier ist es wichtig, dass das Kreiselwerk den Boden nicht berührt, damit keine Erdanteile ins Heu gelangen. Im Mai 2017 haben wir einen neuen Heuschwader gekauft, der – genau wie der Zetter – den Boden mit einem Tastrad vor dem Zusammennehmen abfährt.

 

 

Dann kommt das Pressen der Rundballen. Dazu haben wir im 2017 eine eigene Rundballenpresse gekauft. Es handelt sich hierbei um eine John Deere 864 Rundballenpresse mit variabler Presskammer. Die installierte Elektronik erlaubt eine weitgehende Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der Produktion. Die Kanten der Heuballe werden durch umgehende Netze geschützt und sollte es einmal kritisch werden wegen einem anziehenden Gewitter, können wir das Netz durch eine GoreTex-Hülle ersetzen, die die Heuballe über die Aussenseiten vor von aussen eindringender Feuchtigkeit schützt.

Für die Lagerung unseres Raufutters haben wir eine neue Lagerhalle aufgestellt. Mit ihren 300 m2 Grundfläche können wir so den Jahresbedarf an Heu im Trockenen selber lagern.

Wir sind uns bewusst, dass auch die neuesten Maschinen nicht eine 100% gleichbleibende Qualität garantieren. Heu ist ein Naturprodukt, es entsteht draussen bei jeder Witterung und den unterschiedlichsten Temperaturen. Es gibt Jahre, in denen die Heuernte problemlos geht und es gibt Jahre, in denen sich die Prozesse schwieriger gestalten.

 

Mit unseren neuen Maschinen haben wir die Möglichkeit, kurzfristig und vor allem unabhängig selber zu reagieren.